5. TAG
Das Ziel ist der Weg
Wir kommen gut wech aus dem Hostel. 15 Minuten zu spät. Geht auf meine Kappe. In letzter Minute meldet sich der Darm. Was soll man machen?
Wir machen zunächst "Strecke" wie ich das nenne. "Strecke machen" führt meist an stark befahrenen Landstrassen entlang. Der Vorteil ist natürlich, dass man auf ebenem Grund (Asphalt) gut vorankommt. Landschaftlich eher unbedeutend. Dafür kommen wir viel an der Küste vorbei. Die Möwen kreischen, der Wind bläst, das Meer glitzert und die Schiffe schaukeln vor sich hin. So genau hab ich mir das ja auch vorgestellt.
Im Hostel gab es nix zum Frühstück. Es gab zwar viele mit reichlich Nahrung bestückte Körbchen, aber die trugen leider nicht unsere Namen. Hier muss man sich selbstversorgen. Charlie isst Studentenfutter, ich eine länger mitgereiste Birne und Kerstin nichts. Wir sind seit Schweden nicht mehr geübt mit Hostels😔. Daher gönnen wir uns nach den ersten 17 km ein herrliches Frühstück direkt am Strand von Eckernförde.
Danach ist eher das Ziel der Weg, obwohl die Strecke nicht besonders schwer war. Ich merke aber die 5 Tage Radeln ohne Pause. Es steckt doch ein wenig in den Knochen. Daher versagen mir die Muskeln auch kurz vor unserer Herberge, die unnötigerweise auf einem langestreckten Berg liegt. Jetzt haben wir aber endlich Pause und beziehen bis Sonntag unsere schicke Wohnung in Schleswig☺️.