10. TAG
Regen macht schön...
Wir starten heute bei Regen. Ich ahnte es schon, als es um halb 10 immer noch am pläddern war. Nun, wir hoffen, Regen macht schön. Ich strecke dem Regen mein Gesicht entgegen und sperre auch gelegentlich den Mund weit auf. Ich fühle mich dadurch wie "naturegirl" 😂🤣. Komisch, trotz shiet Wedder hab ich gute Laune.
Heute machen wir wieder Strecke. Deutlich sieht man die Spuren vom Spätsommer. Abgeerntete gelbe Felder, die auch bereits stoppelig kurz geschoren sind. Wir haben aber Glück, denn es ist noch keine Gülle aufgetragen. Also haben wir noch herrliche Landluft. Wir fahren vorbei an Obstbäumen, die ihr Obst abgeschüttelt haben. Satt gelbe und rote Mirabellen liegen zu Hauf am Wegesrand. Duzende Marmeladengläser hätte ich damit füllen können. Nur die Äpfel halten noch die Stellung.
Schnecken versuchen den Radweg zu überqueren. Das gelingt nur denjenigen, die Charlie nicht mit seinen Reifen "versehentlich" streift. Der Mann ist bekennender Nachschneckenhasser. Mal ehrlich, wer, kann die schon leiden.
Das Land gibt zermatschte Früchte preis. Einen Bäcker zum einkehren werden wir jedoch nicht finden. Wir ernten Unverständnis bei der ortsansässigen Blumenfrau, als ich kreische, dass wir gerade das "Bäcker" Schild übersehen haben. "Dass sei kein Bäcker, der sei lange weg", sagt sie.
Aber dann werden wir im Ort Langballig beim EDEKA fündig. Mettbrötchen und Frischkäse erwischt noch der Gatte. Wir haben uns Zeit gelassen und nicht gesehen, dass es belegte Brötchen nur bis 13 Uhr gibt. Leider ist das auch um 13:05 mit der Bäckwreifachberkäuferin nicht verhandelbar. Da sind wir froh, dass Kuchen und Brotstangen auch lecker sind.
Dann noch ein paar Kilometer bis Glücksburg. Etappenziel erreicht.





Happy rainy people